Depression: Verstehen und Überwinden einer weitverbreiteten Erkrankung
Depressionen gelten mittlerweile als eine Art Volkskrankheit; dies nicht zu Unrecht. Erleben doch etwa 20% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens eine krankheitswertige depressive Phase. Eine noch deutlich höhere Anzahl weist eine depressive Persönlichkeitsstruktur auf, ohne dass bereits von einer manifesten Depression gesprochen werden kann.
Was sind die Kennzeichen einer depressiven Persönlichkeitsstruktur?
Hiermit sind Menschen gemeint, die eher sorgenvoll und mit wenig Optimismus im Leben stehen und in der Regel ihren Alltag als wenig befriedigend erleben. Dazu kommen Symptome wie Grübeln, Ängste, wiederkehrende Schlafstörungen, introvertiertes Verhalten, Perfektionismus, Schuldgefühle und andere mehr. Also Menschen, die eine Prädisposition für Depressionen aufweisen, aber noch nicht erkrankt sind.

Frühe Lebenserfahrungen als Prädisposition an einer Depression zu erkranken
Die Psychiatrie unterschied einst eine exogene von der endogenen Depression. Eine Nomenklatur, die heute keine Verwendung mehr findet. Ich halte sie dennoch für das Verständnis der Depression für wertvoll, weil sie den Unterschied deutlich macht zwischen inneren und äußeren Beweggründen der Depression. Kurz gesagt, auch ein wenig depressiv organisierter Mensch kann aufgrund von äußeren Faktoren depressiv werden, Stichwort life events. Nicht zufällig erkranken sehr viele Menschen in höherem Lebensalter daran. Verlust von Partnern und Freunden, eigenes Altern, das Einschränkungen im Lebensvollzug mit sich bringt, lösen nicht selten Depressionen aus.
Mit inneren Gründen einer Depression haben wir jedoch Erfahrungen im Sinn, die meist in den frühen Lebensjahren der Kindheit und Jugend erlebt wurden und nicht entsprechend integriert werden konnten. Dabei geht es selten um ein einzelnes Ereignis, sondern mehr um Beziehungsmuster, die sich wiederholten und aus denen es damals keinen Ausweg gab. In der Therapie soll es möglich werden, die dazugehörigen Gefühle zu erleben und endlich verarbeiten zu können.
Zusammentreffen von Persönlichkeit und life events
Nicht selten ergibt die Kombination von life events und Beziehungsmustern aus Kindheit und Jugend eine depressive Erkrankung. Eine bereits vulnerable Persönlichkeit kann dann akute Lebensprobleme nicht ausreichend bewältigen und wird depressiv. Hier ist es nötig, alte, internalisierte Ursachen für die Entstehung von Depression in der therapeutischen Beziehung aufzuspüren und bewältigen zu können.
Depression in Trauer verwandeln
Das führt mich zum Abschluss zum wichtigen Unterschied zwischen Trauer und Depression. Trauer ist die normale Reaktion auf einen Verlust, eine Kränkung oder das verfehlen von persönlichen Zielen. Sie ist ein kreativer Prozess, an dessen Ende die Überwindung und der Aufbruch zu Neuem stehen kann.
Depression dagegen ist das Festhalten am unlösbaren Konflikt, das nicht loslassen und verarbeiten können, belastende Gefühle, die gleichsam feststecken, etwa im Symptom der Antriebslosigkeit, der Wut oder auch der Traurigkeit.
Prävention und Hilfe bei Depression
Die gute Nachricht ist, Depressionen sind gut behandelbar! Psychoanalytische Psychotherapie setzt sich das Ziel, destruktive, das Selbst angreifende Depression in kreative Trauer zu verwandeln. In meiner Psychotherapie geht es dabei um das Bewusstmachen von belastenden und krankmachenden Emotionen. Können diese im therapeutischen Prozess durchlebt werden, so ist ein positiver und stärkender Umgang damit möglich.
Scheuen Sie sich daher bei depressiven Symptomen nicht, mich in meiner Praxis in Gänserndorf zu kontaktieren. Ihnen kann geholfen werden!
Subline
‘Being in the top will only grant you a good life’ has been the mantra of my life. But at times, I wish I was an average student. I wish decisions would have not been so straightforward. Maybe I would have played cricket- the only thing I feel passionate about. Or maybe I would have studied literature (literature drives me crazy). Isn’t that disappointing- me wishing to be bad at academics. It’s like at times I hate myself for the stuff I am good at.
I feel like these concrete buildings have sucked our desires and our dreams. We are so used to comfort that compromise seems like a taboo. We have lost faith in ourselves. If we can make through it right now, we can do the same in the days to come. You only need a desire to survive and nothing more- not money or cars or designer clothes.